… wussten Sie schon?

Aktuelle Informationen des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands für Bürgerinnen und Bürger im Verbandsgebiet

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Gute Vorsätze für das Jahr 2023 der etwas anderen Art mit dem Zero Waste Club beim Bergischen Abfallwirtschaftsverband
Wer kennt das nicht? Die guten Vorsätze für das neue Jahr: weniger Zeit am Handy, weniger Süßigkeiten, mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport… Jetzt – also Mitte Januar – sind viele davon oft schon wieder in Vergessenheit geraten. Wie wäre es denn mal mit etwas ganz anderem? Durch das Jahr mit Zero Waste! Geht nicht? Vielleicht nicht ganz, aber mit einfachen Mitteln lässt sich das tägliche Abfallaufkommen schnell reduzieren. Das Team vom Zero Waste Club des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes hat für Sie Ideen, Vorschläge und Tipps für ein abfallarmes Jahr zusammengestellt.

Allgemein hilft es, mit offenen Augen durch die Supermärkte und Geschäfte zu laufen und sich bewusst zu machen: brauche ich das wirklich? Tut es auch ein Second Hand Produkt? Kann man etwas vielleicht reparieren anstatt direkt neu zu kaufen? Muss es das verpackte Produkt sein oder gibt es eine unverpackte Alternative?

Bewusst einkaufen
Weniger ist mehr: Die Mengen bewusst planen und einkaufen und schon beim Einkaufen – wenn vorhanden – auf die Verpackung achten. Lassen Sie Käse und Aufschnitt an der Theke in Mehrweggefäße packen. Nehmen Sie für Brot und Brötchen Stofftaschen, anstatt Bäckertüten. Muss der Kopfsalat wirklich in eine Tüte? Er wird doch vor dem Verzehr gewaschen. Brauche ich kleine, separat verpackte Joghurtbecher oder kann ich zu Hause auch aus einem großen Becher oder Glas umfüllen? Müssen es die abgepackten Snacks und Breigläschen sein, oder kann ich frische Snacks in einer Dose mitnehmen und den Brei selber kochen?

Produkte, die häufig verwendet werden, können Sie in Vorratspackungen kaufen. Das macht besonders bei lange haltbaren Artikeln wie Nudeln, Reis und Nüssen, oder auch bei Reinigungs- und Waschmitteln Sinn.
Auch der Weg zum Wochenmarkt, zum Hofladen, zum Unverpacktladen oder zum Bauern um die Ecke lohnt sich. Und wenn dann immer ein Stoffbeutel, eine wiederverwendbare Tasche oder ein Korb zur Hand ist, lassen sich auch gut und schnell zusätzliche Tüten vermeiden.

Bei Dingen, die keine Verbrauchsgüter sind, lohnt sich oft der Blick in gängige Kleinanzeigenportale. In vielen Orten gibt es zudem zahlreiche Flohmarkt-, Verschenke- und Tauschgruppen.

Leitungswasser trinken
Leitungswasser trinken, anstatt Wasser in Flaschen – im schlechtesten Fall aus Plastik – zu kaufen. Und für die unter Ihnen, die auf die Kohlensäure nicht verzichten möchten, gibt es hervorragende Sprudlersysteme, um aus Leitungswasser Mineralwasser zu machen.

Abfallfrei unterwegs
Schnell ein Kaffee für unterwegs? Eine Portion Currywurst mit Pommes, sei es zum Mitnehmen oder im Freizeitpark? Auch hier lässt sich immens viel Abfall vermeiden, indem man auf Mehrwegbecher, -schalen und -teller zurückgreift. Viele Restaurants, Cafés und Bäckereien haben diese bereits fest im Sortiment oder bieten die Möglichkeit, eigene Behälter füllen zu lassen. Eine Übersicht der gängigen Anbieter und Ausgabestellen finden Sie auf unserem Bergischen Mehrweg unter https://www.bavweb.de/Bergischer-Abfallwirtschaftsverband/Abfallberatung/Zero-Waste-Club-Aktionen/

Einwegprodukte meiden
Besonders wenn es um Hygiene geht, sind Einwegprodukte sehr beliebt. Nutzen Sie beispielsweise Zahnseide anstelle von Zahnseidesticks mit unnötigen Plastikteilen. Ersetzen Sie Einwegrasierer durch Rasierer, bei denen lediglich die Klingen gewechselt werden, oder gar Rasierhobel ganz ohne Plastikteile. Auch bei der Monatshygiene gibt es ein stetig wachsendendes Angebot an nachhaltigen Alternativen zu den üblichen Einwegprodukten.
Küchenrolle, Frischhalte- und Alufolie können Sie zum Großteil durch abfallfreie Alternativen wie waschbare Lappen, Schüsseln mit Deckel oder mehrfach benutzbares Bienenwachstuch ersetzen.

Im neuen Jahr steht Familienzuwachs an? Hier lohnt es sich besonders, den gängigen Usus zu überdenken. Können Sie sich vorstellen Stoffwindeln zu nutzen, oder sich mit dem Thema windelfrei auseinanderzusetzen um Ressourcen und Abfall zu sparen? Ist es wirklich nötig, auch zu Hause Feuchttücher zu nutzen, oder tut es ein normaler Waschlappen?

Kleidung reduzieren
Fast Fashion ist modern – aber leider wenig nachhaltig. Achten Sie lieber auf gute Qualität, nachhaltige Materialien wie Baumwolle, Leinen und Hanf, sowie lange tragbare Kleidungsstücke. Oft findet sich auch in Second Hand Läden tolle Kleidung. Und wenn doch einmal etwas kaputt gehen sollte, können kleine Löcher oder Flecken schnell repariert oder kreativ verdeckt werden.

Kinder wachsen schnell und besonders die kleinsten Größen passen oft nur wenige Monate. Hier lohnt es sich, gebraucht zu kaufen, denn oft gibt es gut erhaltene Sachen zu kleinen Preisen.

Mieten statt kaufen
Sie brauchen etwas, das bei Ihnen nur kurz oder selten zum Einsatz kommt? Viele Dinge können Sie mieten anstatt sie zu kaufen.

Sie lesen gerne? Dann lohnt sich der Weg in eine Bibliothek oder zu einem der vielen öffentlichen Bücherschränken. Einige Büchereien bieten zudem zusätzlich eine Bibliothek der Dinge an. Das Angebot reicht von Haushaltsgeräten über Werkzeuge bis hin zu Spielen.

Auch Kleidung, insbesondere für Kinder, können Sie bei verschiedenen Anbietern mieten. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

„Abfall“ wiederverwenden
Viele Verpackungen können Sie hervorragend zum Basteln, Spielen und Wiederverpacken verwenden. Schauen Sie genauer hin, bevor es im Abfall landet.
Sie haben renoviert und Tapeten übrig? Nach dem letzten Nähprojekt ist der Stoff für weitere Artikel zu wenig? Nicht sofort in die Tonne damit. Kindergärten und Schulen freuen sich oft über solche Produkte zum Basteln und Malen.

Und wenn alles nicht hilft und doch Abfall anfällt, dann achten Sie darauf, dass die Verpackungen gut zu recyceln sind und vor allem in der richtigen Tonne landen.


Quelle: Infopost der Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes vom 13.01.2023

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