Kultursommer 2021 im Rheinisch-Bergischen Kreis ein großer Erfolg

64 Veranstaltungen, 341 Kulturschaffende, 17.570 Besucherinnen und Besucher

Greencard (c)Stadt Burscheid

Auch "Greencard" trat beim Kultusommer in Burscheid auf (Foto: Stadt Burscheid)

Flyer Kultursommer

Rheinisch-Bergischer Kreis. Der Kultursommer 2021 im Rheinisch-Bergischen Kreis war außergewöhnlich: Mit einem großen Sonderförderprogramm des Bundes wurde in kürzester Zeit ein umfangreiches und flächendeckendes Kulturprogramm im Kreisgebiet umgesetzt. In den Kommunen Bergisch Gladbach, Burscheid, Leichlingen, Odenthal und Wermelskirchen fanden von Juli bis Oktober auf die Orte zugeschnittene Formate mit vielen kulturellen Highlights statt. Eine tolle Bilanz: Mit insgesamt 64 Veranstaltungen – Open-Air-Konzerten, Theateraufführungen, Lesungen, Performances und vielem mehr – wurde das kulturelle Leben nach einer langen Zeit im Digitalen in den öffentlichen Raum zurückgeholt und wieder zum Leben erweckt. 341 Kulturschaffende bekamen eine Plattform und traten in den analogen Austausch mit dem Publikum. Mehr als 17.570 Besucherinnen und Besucher genossen das vielfältige Programm, das ihnen von den Städten und Gemeinden unter den im Sommer geltenden Corona-Schutzmaßnahmen geboten wurde.

Ermöglicht wurde der „Kultursommer 2021 im Rheinisch-Bergischen Kreis“ durch ein einzigartiges Förderprogramm mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM). Der Rheinisch-Bergische Kreis erhielt hierfür einen Zuschlag und wirkte damit als Antragssteller und Projektträger. Die Kommunen Bergisch Gladbach, Burscheid, Leichlingen, Odenthal und Wermelskirchen setzten das sehr kurzfristig ausgelobte Projekt – je nach Ressourcen und Möglichkeiten – in die Tat um. „Die teilnehmenden Kommunen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für den Kultursommer 2021 in kürzester Zeit großartige Veranstaltungsprogramme auf die Beine gestellt. Das Tempo war wirklich rekordverdächtig“, so Landrat Stephan Santelmann. „Ich bin froh, dass wir dafür die Förderung koordinieren konnten. Der Kultursommer hat gezeigt, was alles bei guter Zusammenarbeit und gemeinsamer Kraftanstrengung möglich ist.“ Mit dem Kultursommer wurden Künstlerinnen und Künstlern wieder Auftrittsmöglichkeiten gegeben. Die Städte wurden kulturell wiederbelebt und Kultur wieder einem breiten Publikum zugänglich gemacht. „Der Mensch braucht Kultur einfach. Diese ist wahnsinnig wichtig für eine lebendige Gesellschaft“, erklärt Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch. „Gerade jetzt, wo sich die pandemische Lage wieder verschärft hat, sind wir froh, dass wir im Kreis in den vergangenen Monaten ein starkes Zeichen für die Kultur gesetzt haben und so viele Veranstaltungen – natürlich unter strengen Schutzauflagen – stattfinden konnten.“ Zudem sind viele neue Kooperationen entstanden und auch die interkommunale Zusammenarbeit wurde weiter gestärkt. Somit hat der Kultursommer 2021 auch einen nachhaltigen Effekt auf die künftige Kulturarbeit im Rheinisch-Bergischen Kreis. „Insofern war der Kultursommer in vieler Hinsicht ein ganz besonderer Neustart für die regionale Kulturlandschaft.“

Das Fazit aus den Kommunen:

Burscheid – Gute Stimmung und tolle Auftritte trotz unbeständigem Wetter
Insgesamt sieben Veranstaltungen für Jung und Alt im öffentlichen Raum wurden in Burscheid im Rahmen des Kultursommers 2021 angeboten, darunter unter anderem ein Mitsing-Projekt sowie ein Performance- und Theaterangebot unter dem Motto „Bühne frei für die Jugend“. Besondere Highlights des Burscheider Kultursommers waren die gut besuchten Open-Air-Konzerte in der Kirchenkurve. „Wir haben uns gefreut, dass wir mit den zur Verfügung gestellten Fördermitteln ein besonderes Veranstaltungsprogramm für die Burscheiderinnen und Burscheider anbieten konnten. Das Schöne daran: Fast alles war draußen und die Veranstaltungen waren für die Besucherinnen und Besucher kostenlos. Auch wenn die kurzfristige Organisation mit viel Aufwand verbunden war, so hat es sich auf jeden Fall gelohnt“, blickt Renate Bergfelder-Weiss vom Burscheider Kulturbüro auf den Kultursommer zurück, im Rahmen dessen 53 Künstlerinnen und Künstler vor rund 950 Besucherinnen und Besucher in der Stadt auftraten. Die einzigartige Atmosphäre und gute Stimmung von Publikum sowie auftretenden Künstlerinnen und Künstlern sei selbst durch das unbeständige Wetter nicht getrübt worden.

Bergisch Gladbach – Stadt mit bunter und vielfältiger Kulturszene
In Bergisch Gladbach wurde ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit überwiegend kleineren Veranstaltungen an öffentlich zugänglichen Plätzen, verteilt über das ganze Stadtgebiet, angeboten. 52 Veranstaltungen aus den Sparten Musik, Tanz, Theater, Literatur, Bildende Kunst sowie Führungen fanden in Bergisch Gladbach an 29 verschiedenen Orten statt. 225 Künstlerinnen und Künstler, überwiegend aus der Stadt und der Region, traten auf. „Der Kultursommer in Bergisch Gladbach hat gezeigt, dass wir eine bunte, vielfältige und qualitativ hochwertige Kulturszene haben, die sich an besonderen Orten der Stadt präsentieren konnte“, sagt Frank Stein, Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach. „Das alles wäre aber nicht möglich gewesen, wenn wir nicht so hochmotivierte und begeisterungsfähige Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung hätten, die in diesen Wochen sehr viel geleistet haben. Dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle nochmals bedanken.“ Die Anstrengungen haben sich gelohnt. So waren die Rückmeldungen und Reaktionen der mindestens 3.500 Zuschauerinnen und Zuschauer sehr positiv, resümiert die Stadt.

Leichlingen – Mit vier Veranstaltungen breit aufgestellt
Unter dem Motto „Kultur blüht auf – Das Sommerfestival“ fanden in Leichlingen vier Veranstaltungen statt, an denen 19 Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihr Können und ihre Werke präsentierten. Rund 400 Menschen aus Leichlingen nahmen an der Hörspielnacht im Leichlinger Freibad, dem musikalischem Ein-Tages-Festival am Jugendzentrum, dem Büchertag für junge Lesefans und dem beschwingtem Gypsy-Jazz im Altenzentrum Hasensprungmühle teil. Mit den vier unterschiedlichen und gut aufeinander abgestimmten Formaten und freien Eintritten sollte ein breites Publikum und vor allem neue Besuchergruppen angesprochen werden, erzählt Rebecca Hermann aus dem Kulturbüro Leichlingen. Darüber hinaus hat es der Kultursommer 2021 ermöglicht, neue Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner zu gewinnen und neue Veranstaltungsorte zu entdecken.“ Ihr positives Fazit: „Dies wird das Kulturprogramm in der Stadt Leichlingen nachhaltig beeinflussen und bereichern.“

Odenthal –Gute Stimmung und „Spielfreude pur“ bei großem Picknickkonzert
Die Gemeinde Odenthal lud im Rahmen des Kultursommers zu einer großen Open-Air-Veranstaltung – einem „Picknickkonzert“ – am Dhünntalstadion ein. Vier regionale Bands verkörperten mit ihrer Livemusik die Rheinische Lebens- und Mundart und auch Schulbands und junge Musikerinnen und Musiker bekamen eine Bühne. Die lokale Gastronomie bot Gerichte an, die auf mitgebrachten Picknickdecken verspeist werden konnten. 720 Besucherinnen und Besucher verbrachten bei guter Musik, leckerem Essen und toller Atmosphäre einen unbeschwerten Tag im Freien. „Spielfreude pur“ zeigten die auftretenden Bands Schmeisig, Bläck Fööss, Jim Button‘s und Paveier, erzählt Anika Hohmeier von der Gemeinde Odenthal: „Alle Musiker waren nach der langen Zeit des Lockdowns, in der es für die Bands so gut wie keine Möglichkeit für Liveauftritte gab, mit unglaublicher Freude und bester Stimmung dabei. Ausgelassen war die Stimmung auch bei unseren Besucherinnen und Besuchern. Die Kinder der Familien, die unsere Veranstaltung besucht haben, genossen die große Wiesenfläche, um zum Musikprogramm Nachlaufen, Frisbee oder Ball zu spielen.“

Wermelskirchen – Kulturfabrik lockt 12.000 Besucherinnen und Besucher
Für den Kultursommer gestaltete die Stadt Wermelskirchen auf dem Gelände des Rhombuspark eine einmalige Open Air Location – die „Kulturfabrik“ Wermelskirchen. Diese war ein Highlight für die Kulturschaffenden, für die Stadt und für die Besucherinnen und Besucher. Insgesamt neun Veranstaltungswochenenden konnten auf die Beine gestellt werden. Konzerte, Tanzveranstaltungen, Kunstausstellungen und der WermelsKirchentag lockten insgesamt etwa 12.000 Besucherinnen und Besucher zur Kulturfabrik auf dem ehemaligen Industriegelände. „Nach den langen Lockdowns, in denen die Kulturszene komplett brachgelegen hat, konnte man die Erleichterung, die Freude und die gute Stimmung an jedem Veranstaltungsabend spüren. Dieser Funke ist bei den verschiedenen Events auch auf die Besucherinnen und Besucher übergesprungen, die jeden Auftritt bejubelt und jede Sekunde genossen haben. Da waren zahlreiche Gänsehaut-Momente dabei, die uns alle sehr glücklich gemacht haben“, so Bürgermeisterin Marion Lück. Insgesamt konnten 40 Bands mit Musik aus allen Genres auf der Bühne ihr Können zeigen und das Publikum begeistern. Neben den Musikauftritten war das Ballett-Wochenende ein Highlight der Kulturfabrik. Dieses hatte die Tanzschule „Momo“ aus Wermelskirchen für die Kulturfabrik zusammengestellt. Zum ersten Mal konnten auf großer Bühne alle 120 Tänzerinnen und Tänzer der Schule in der Stadt auftreten.


Quelle: Presseinformation des Rheinisch-Bergischen Kreis vom 17.12.2021

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