Impfzentrum für den Rheinisch-Bergischen Kreis

ist betriebsbereit

Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises (Bildquelle: RBK)sor. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis

Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises

Rheinisch-Bergischer Kreis. Das Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises in der RheinBerg Galerie, Hauptstraße 131 in Bergisch Gladbach, ist seit heute grundsätzlich betriebsbereit. Auf einer Gesamtfläche von rund 2.400 Quadratmetern ist in den Räumen des ehemaligen Elektronikmarkes ein Impfzentrum mit vier Impfstraßen entstanden. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat somit in kürzester Zeit die Logistik geschaffen, damit zügig mit den Impfungen begonnen werden kann, sobald der Impfstoff vom Bund bereitgestellt wird. „Ich danke dem gesamten Projetteam meiner Kreisverwaltung für die schnelle und vor allem gelungene Realisierung des Impfzentrums“, freut sich Landrat Stephan Santelmann über die heutige Vollzugsmeldung.

Optimale Bedingungen in der RheinBerg Galerie
Die Rhein-Berg Galerie bietet eine verkehrsgünstige Anbindung an den ÖPNV – Busbahnhof und S-Bahnhof liegen in unmittelbarer Nähe. Auch Parkgelegenheiten sind ausreichend vorhanden. So kann das vorhandene Parkhaus, sowie das Parkhaus des in der Nachbarschaft liegenden Marktkaufs genutzt werden, sowie weitere Parkflächen auf dem Zanders-Gelände wurden für die Mitarbeitenden angemietet. Der Zugang zum Impfzentrum ist sowohl über Aufzug, Rolltreppen und ein separates Treppenhaus möglich.

Der Eingang ins Impfzentrum ist nur möglich, mit vorheriger Terminvergabe und Nachweis des Termins beim Security-Personal am Eingang, so dass es nicht zu Menschenansammlungen im Eingangsbereich kommen kann. Gerhard Weber, beim Kreis für Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement zuständig, fungiert als Organisatorischer Leiter des Impfzentrums, er führte heute durch das Innere und erläuterte die Abläufe.

Wer mit zuvor bei der Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbartem Termin am Eingang des Impfzentrums erscheint, wird zunächst von der Security in Empfang genommen. „Hier kommt niemand ohne Anmeldung rein – und auch kein Impfgegner oder möglicher Störer,“ stellt Weber klar. „Es gibt dort eine klare Einbahnstraßenregelung und der Eingang ist gesichert.“ Drinnen geht alles ausschließlich in eine Richtung. Der Weg ist mit Hinweisen und Bodenpfeilen gekennzeichnet. An der Anmeldung wird überprüft, ob der Impfwillige alle Unterlagen parat hat. „Jeder braucht hier einen Termin, der zugeschickt wird und eine Impfberechtigung“, erläutert Weber. Der bundesweit geltende Plan für die Reihenfolge der Impfungen sieht zuerst die Impfung von besonders gefährdeten Gruppen vor, wer mobil ist, kann den Termin im Impfzentrum wahrnehmen. Bewohner in Senioreneinrichtungen und nicht mobile Personen der sogenannten „vulnerablen Gruppen“ werden von mobilen Impfteams direkt z.B. in den Einrichtungen geimpft.

Von der Anmeldung aus, geht es in einen der vier Warteräume. Es werden zum Start vier Impfstraßen vorgesehen, die Kapazität kann auf acht erweitert werden. „In den Impfstraßen arbeitet medizinisches Personal parallel,“ erläutert die für den Rheinisch-Bergischen Kreis tätige Arbeitsmedizinerin Dr. Mariam Konner. Der Sicherheitsabstand in den Wartebereichen ist so groß, dass überall der Infektionsschutz gewahrt ist. Selbstverständlich komme erst niemand ohne Maske oder gar mit Krankheitssymptomen in das Impfzentrum hinein.

Sind die Unterlagen vollständig, geht es weiter zur Registrierung. Ab hier ist das Personal der Kassenärztlichen Vereinigung für die Impflinge da. An einem Schreibtisch mit Schutzscheiben erfolgt die Registrierung und dann geht es in eine der Impfstraßen. Ca. 20 Impfungen kann jeder Arzt mit seinem Team pro Stunde durchführen, bei vier Impfstraßen sind das 80 Impfungen pro Stunde. Das Land NRW plant, dass die Impfzentren nach einer Anfangsphase im weiteren Verlauf an sieben Tagen die Woche von acht bis 20 Uhr geöffnet sein sollen. „Dann können wir hier pro Tag 960 Menschen impfen“, sagt Gerhard Weber und: „Bei Bedarf können wir die vier Impfstraßen auch auf acht ausbauen und die Kapazität damit verdoppeln.“

Die Impfstraßen sind von einem in der Region ansässigen Messebauer errichtet worden. „Sie wurden ganz bewusst so konzipiert, dass auf Türen oder Vorhänge aus hygienischen Gründen verzichtet werden kann, damit die Menschen kontaktfrei in den Impfraum kommen“ sagt Arbeitsmedizinerin Dr. Mariam Konner. So geht es durch einen Gang um zwei Ecken in den eigentlichen Impfraum. Die Trennwände sind ganz bewusst unten offen und haben alle 15 cm Abstand zum Fußboden, damit Luftzirkulation gewährleistet werden kann. „Überhaupt ist die Frischluftversorgung durch eine sehr leistungsstarke Klimaanlage mit separater Frischluft- und Abluftversorgung hier optimal gelöst“, so die Arbeitsmedizinerin.

Für den Rheinisch-Bergischen Kreis sei es ein Glücksfall gewesen, auf die ehemalige Saturn-Fläche im Untergeschoss der RheinBerg Galerie zugreifen zu können, sagt der Arbeitsschutz-Experte Gerhard Weber, der die Einrichtung des Impfzentrums gemeinsam mit der Medizinerin Mariam Konner leitet. Im Gegensatz etwa zur Eishalle oder gar eines Zeltes seien die Voraussetzungen hier ausgezeichnet.

Nach erfolgter Impfung geht es in einen weiteren Wartebereich, in dem die Betroffenen noch 30 Minuten bleiben sollen, um etwaige Impfkomplikationen auszuschließen. „Es werden Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes anwesend sein und die Patienten im Blick behalten“, sagt Mariam Konner. Auf einem erhöhten Podest am Rande des Raumes wird der jeweilige Einsatzleiter vom Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung seinen Platz haben. In einer Ecke des insgesamt 2400 Quadratmeter großen Areals entsteht gerade noch der Sanitätsbereich. „Die Johanniter Unfallhilfe wird den Sanitätsbereich betreuen, so dass wenn tatsächlich ein Notfall eintreten sollte, sofort Hilfe erfolgen kann“, erläutert Gerhard Weber. „Ein eigener Rettungsweg für die mögliche Rettungsdienstliche Versorgung ist ebenfalls vorhanden“, zählt Weber die Vorzüge des Standortes auf.

„Bei der Realisierung und dem Betrieb des Impfzentrums haben wir es mit einer Zusammenarbeit von drei verschiedenen Stellen zu tun“, erklärt Weber die Zuständigkeiten. „Der Kreis richtet die Immobilie her und koordiniert, der Kassenärztlichen Vereinigung obliegt der medizinische Part mit Impfung und mobilen Teams und das Land sorgt für die Versorgung mit dem Impfstoff“, erläutert Weber.

Vorgesehen ist, dass das Land die Impfdosen, sobald sie zugelassen und verfügbar sind, an die Impfzentren bzw. direkt an die Einrichtungen für die mobilen Teams liefert. Die Anlieferung an das Impfzentrum erfolgt über die zentrale Warenanlieferung der Rhein-Berg Galerie. Hinter dem schweren Rolltor wird nach Inbetriebnahme des Impfzentrums rund um die Uhr Security zum Schutz des Impfstoffes im Einsatz sein, kündigt Weber an.

Bevor der Impfstoff verimpft werden kann, muss der in Kühlcontainern bei minus 70 Grad Celsius angelieferte Stoff in einem separaten Rekonstitutionsraum auf zwei bis acht Grad Celsius gebracht werden. „Nach derzeitigem Stand wird dieser Raum von Apothekern betrieben werden müssen“, erklärt Weber. Der Lagerraum für die Impfstoffe verfügt nochmals zusätzlich über Sicherungen. Er ist fensterlos, ohne Außenwand und sowohl alarm- als auch securitygesichert.

Insgesamt werden 20 Mitarbeitende von Kreis, Organisationsteam und Hilfsorganisationen im Einsatz sein, dazu kommen rund 10 bis 15 Mitarbeitende des medizinischen Fachpersonals, welches die Kassenärztliche Vereinigung organisiert. Für alle gibt es Sozialräume, Umkleiden, Spinde und Sanitärräume in einem separaten Teil des Raumkomplexes.

Für die Vergabe der Impftermine wird die Kassenärztliche Vereinigung eine eigene Telefonnummer einrichten, die zeitnah freigeschaltet und bekanntgegeben werden soll. Derzeit werden noch keine Termine vergeben. Es gilt jetzt, die Freigabe des Impfstoffes und die weiteren Verfahrenshinweise des Landes abzuwarten.

Weitere Informationen zum Impfzentrum hat der Rheinisch-Bergische Kreis unter www.impfzentrum-rbk.de zusammengestellt. Der Kreis stellt das Impfzentrum zudem in einem Video vor: https://www.youtube.com/watch?v=Qfviu9JbdGw&t=315s


Quelle: Presseinformation des Rheinisch-Bergischen Kreis vom 16.12.2020

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