Fördermittel für das „Haus der Kunst“

Ministerin Ina Scharrenbach überbringt Förderbescheid und eine Überraschungsbotschaft.

v.l.n.r.: Dr. Reimar Mollitor (Geschäftsführer REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand), Bürgermeister Stefan Caplan, Reiner Deppe (MdL), Ministerin Ina Scharrenbach, Martin Fleschenberg (Paul-Luchtenberg-Stiftung), Landrat Stephan Santelmann (stellv. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. des Lenkungsausschusses REGIONALE 2025). Stadt Burscheid - © Fototeam B. Wehrenberg

Ministerin Ina Scharrenbach (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung NRW) ist am Mittwoch (15.07.) persönlich nach Burscheid gekommen, um Bürgermeister Stefan Caplan den Förderbescheid für den Ausbau des Haus der Kunst zu einer sozio-kulturellen Begegnungsstätte zu überreichen. Die Freude war groß, als sie zusätzlich zum Bescheid über rund 3,3 Mio. Euro, die der Bund und das Land NRW dem Umbauvorhaben aus dem Programm Städtebauförderung beisteuert, noch die Übernahme des städtischen Eigenanteils in Höhe von 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben ankündigte. Das bedeutet, Burscheid bekommt 1,4 Mio. Euro mehr für das größte Vorhaben im Rahmen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK 2025) mit einer Gesamtsumme von rund 4,4 Mio. Euro.

Ausnahmeentscheidung des Landes
Das Land NRW hat die Ausnahmeentscheidung getroffen, um den durch die Corona-Situation zusätzlich belasteten Kommunen zu helfen, den normalerweise geforderten finanziellen Eigenanteil zu stemmen. „Die Kommunen sind die öffentlichen Investoren. Sie werden durch ihre (Bau-)Aufträge die Auftragslage der Unternehmen und Arbeitsplätze sichern und damit auch die kommunalen Steuereinnahmen“, betont Ministerin Scharrenbach. Bürgermeister Stefan Caplan reagierte höchst erfreut auf die überraschend zugesagte 100-Prozent-Förderung: „Das ist ja großartig. Sowas erleben wir nicht oft, das ist etwas ganz Besonderes und macht es für unsere Stadt finanziell einfacher“.

Wie geht es jetzt weiter?
Das aus den 70er Jahren stammende Haus der Kunst ist aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken und soll aufgrund seiner hervorragenden innerstädtischen Lage nach heutigen Ansprüchen multifunktionell umgebaut werden. Für ein erweitertes Nutzungsspektrum und die kulturellen Inhalte soll in Zukunft ein Kulturmanagement sorgen. „Dafür haben wir gemeinsam mit der Stadt Wermelskirchen einen Antrag auf Förderung eines städteübergreifenden Kulturmanagements und -entwicklungsplanes gestellt, der die hierfür notwendigen Personalkosten und Sachkosten übernehmen soll. Auch der Rheinisch-Bergische Kreis unterstützt das kulturelle Netzwerkvorhaben und hat rund 30.000 Euro dafür bewilligt“, so Caplan. Ist dieser Fördermittelantrag für das geplante Kulturmanagement auch vom Land NRW genehmigt, wird auf der Basis der bisherigen Entwurfsplanung der konkrete Planungsauftrag für das Haus erteilt und die Baugenehmigung dafür beantragt. Die Verwaltung rechnet damit, dass es noch etwa ein Jahr bis eineinhalb Jahre dauern wird, bis mit dem Umbau begonnen werden kann, sofern das Kulturmanagement gefördert wird.

Enge Zusammenarbeit mit der Paul-Luchtenberg-Stiftung und der REGIONALE
Dass die Stiftungsvorgaben des früheren Kultusministers und Ehrenbürgers der Stadt, Professor Paul Luchtenberg auch eingehalten werden, darüber wacht der Präsident der Stiftung, Martin Fleschenberg. Gemeinsam mit REGIONALE-Chef Dr. Reimar Mollitor freut er sich über die zukünftige multifunktionale Nutzung und kulturelle Strahlkraft weit über Burscheids Stadtgrenzen hinaus.

„Das Haus der Kunst wird zu einem wichtigen Schwerpunkt für eine florierende Innenstadtentwicklung und bietet eine Chance für die Unterstützung der Einzelhandelsentwicklung in der Stadt, wichtig für die Menschen, die hier leben“, darüber sind sich alle einig.

„Haus der Kultur(en)“
Wenn im Rahmen des IEHK 2025 vom „Haus der Kultur(en)“ die Rede ist, handelt es sich um einen Arbeitstitel bei der Antragstellungen für Fördermittel. „Das wird sicherlich nicht der zukünftige Name der dann umgebauten Kulturstätte sein. Gerne möchten wir später die Bürgerinnen und Bürger bei der Namensgebung mit einbeziehen“, erklärt Bürgermeister Caplan.

 

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