19. März 2020

Maßnahmen für sämtliche Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen

Corona-Virus: Der Rheinisch-Bergische Kreis informiert.

Rheinisch-Bergischer Kreis (19.03.2020). Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS) hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bekannt gegeben. Sämtliche Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, tagesstrukturierenden Einrichtungen der Eingliederungshilfe, also Werkstätten, Tagesstätten oder sonstige vergleichbare Angebote sowie Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation sind seit Mittwoch, 18. März 2020, für alle Nutzerinnen und Nutzer zunächst bis zum 19. April 2020 geschlossen. Dies gilt insbesondere für Berufsbildungswerke, Berufs­förderungswerke oder berufliche Trainingszentren.

Für Familien, die eine Betreuung zu Hause nicht sicherstellen können, bieten die Träger eine Notbetreuung an. Dies gilt auch, wenn Betreuungspersonen in Berufen arbeiten, die für die öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die medizinische und pflegerische Versorgung und die Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens unverzichtbar sind.

Bürgertelefon
Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist unter der Woche von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar. Heute wurde aufgrund des hohen Anrufaufkommens die Erreichbarkeit bis 18 Uhr verlängert.

Hygienemaßnahmen zum eigenen Schutz beachten
Generell gilt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu zählen beispielsweise das häufige und ausgiebige Waschen der Hände. Hygienisches Niesen und Husten ist wichtig, beispielsweise in ein Einweg-Taschentuch und wenn ein solches nicht greifbar ist, in die Armbeuge und danach sich gründlich die Hände zu waschen. Ansammlungen von großen Menschenmassen sollten gemieden werden.

Informationen des Robert-Koch-Institutes mit häufig gestellten Fragen zum Corona-Virus hält der Rheinisch-Bergische Kreis auf seiner Internetseite (https://www.rbk-direkt.de/corona-virus) vor. Ebenfalls informiert der Rheinisch-Bergische Kreis über seine facebook-Seite (www.facebook.com/Rheinisch.Bergischer.Kreis).

Wer ist Kontaktperson?
Bei Kontaktpersonen wird zwischen drei verschiedenen Graden unterschieden. Eine Kontaktperson ersten Grades stand in direktem physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus über Tröpfcheninfektion erfolgt, ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein mindestens 15-minütiger Gesichts-Kontakt, beispielsweise im Rahmen eines Gesprächs. Ein Infektionsrisiko ist hier gegeben. Quarantäne wird angeordnet.
Die Kontaktperson zweiten Grades stand hingegen in weniger engem Kontakt mit der infizierten Person. Beispielsweise hat sie sich mit der infizierten Person zwar in einem räumlichen Umfeld aufgehalten jedoch hat der Kontakt nicht direkt und über einen Zeitraum hinweg bestanden. Das Infektionsrisiko ist in diesem Fall gering. Quarantäne wird nicht angeordnet.
Als Kontaktperson dritten Grades wird vom Robert-Koch-Institut medizinisches Personal angesehen, welches adäquate Schutzkleidung getragen hat und einen Kontakt von weniger als zwei Metern geführt hat. Hier geht das Infektionsrisiko gegen Null.

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises betrachtet immer den Einzelfall. Dann wird über weitere konkrete Maßnahmen entschieden.

 

Quelle: Presseinformation des Rheinisch-Bergischen Kreis

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