24. September 2019

Tri-Café und Burscheider Beirat Inklusion laden ein

KSL-Wanderausstellung „Persönliches Budget – Mehr als Geld“ - Eröffnungsveranstaltung am 30. September um 14:00 Uhr in der Stadtbücherei Burscheid

Größtmögliche Selbstbestimmung ist für nahezu alle Menschen ein hohes Gut. Auf Grund verschiedenster Barrieren sind Menschen mit Behinderung oftmals auf Unterstützung angewiesen, um diese für sich zu erreichen. Das Persönliche Budget ist ein sehr effektives Werkzeug, um die benötigte Unterstützung individuell und passgenau zu organisieren. Doch auch 17 Jahre nach Einführung des Persönlichen Budgets wird es noch verhältnismäßig selten genutzt, was wohl auch auf ein großes Informationsdefizit im Beratungsprozess zurückzuführen ist.

Um dies zu ändern wollen TRI-Café Burscheid e.V. in Kooperation mit dem Burscheider Beirat Inklusion und das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln Menschen mit Behinderung aus Burscheid und Umgebung über das Persönliche Budget informieren.

Zu diesem Zweck wird in der Woche vom 30. September bis 5. Oktober 2019 die KSL-Wanderausstellung „Persönliches Budget – Mehr als Geld“ in der Stadtbücherei Burscheid zu sehen sein.

Eingeleitet wird die Woche mit einer Eröffnungsveranstaltung am 30. September um 14:00 Uhr in der Stadtbücherei Burscheid, auf der in Form einer Podiumsdiskussion von Budgetnutzenden und Beratenden über das Persönliche Budget informiert wird.

 

Info zum Persönlichen Budget (PB)    

Das Persönliche Budget ist mehr als Geld. Das Persönliche Budget ermöglicht Menschen mit Behinderung, die von ihnen benötigte Unterstützung entsprechend ihren eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen zu organisieren. Das Persönliche Budget steht für Freiheit, Selbstbestimmung und individuelle Wahlmöglichkeiten. Menschen mit Behinderung können ihr Leben aktiv selbst gestalten und sind nicht länger darauf angewiesen, Hilfe passiv anzunehmen.                                                                             

Aus dem NRW-KOALITIONSVERTRAG (2017-2022): „Das Instrument des Persönlichen Budgets soll mit Hilfe vereinfachter Verfahren und qualifizierter Beratung weiter verbreitet werden.“    
                               
Die nordrhein-westfälischen Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) setzen sich in ihrer Kampagne ‚Persönliches Budget – Mehr als Geld.‘  für eine stärkere Nutzung des Persönlichen Budgets ein. Es werden Veranstaltungen durchgeführt, regelmäßige Gesprächsrunden organisiert, Informationsmaterialien erstellt und es wird Überzeugungsarbeit geleistet. Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.ksl-nrw.dehttps://www.ksl-nrw.de/dls/wanderausstellung

Die Kampagne wird in Kooperation mit folgenden Partnern durchgeführt: Landschaftsverband Rheinland und Westfalen-Lippe, Bundesarbeitsgemeinschaft Persönliches Budget.

Die Wanderausstellung ist Teil dieser Kampagne und will Folgendes erreichen:

  • Information: Mehr Menschen als bisher sollen über das Persönliche Budget im Bilde sein.
  • Motivation: Viel mehr Menschen als bisher sollen das Persönliche Budget beantragen.
  • Überzeugung: Viel mehr Menschen als bisher sollen das Persönliche Budget aktiv empfehlen und eine einfache Beantragung gewährleisten.
  • Umsetzung: Viel mehr Angebote und Dienste als bisher sollen Menschen mit Behinderung bei der Nutzung des Persönlichen Budgets unterstützen und beraten.

Alle Menschen haben das Recht, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Menschen mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen haben zudem einen individuellen Anspruch auf Rehabilitations- und Teilhabeleistungen. Das Persönliche Budget ermöglicht es jedem Menschen mit Behinderung, selbstbestimmt zu entscheiden, wann, wo, wie und von wem er oder sie die benötigte Unterstützungsleistung erhält.

Das PB ist geregelt im Sozialgesetzbuch  § 29 Abs. 1 Satz 1 SGB IX
Seit dem 1. Januar 2008 besteht in Deutschland der Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget. Alternativ zu Dienst- und Sachleistungen ist das Persönliche Budget eine Geldleistung. Es ist keine zusätzliche Leistung.      

Jeder Mensch mit Behinderung kann frei entscheiden, ob Teilhabe- und Rehabilitationsleistungen in Form von Geld (als Persönliches Budget), in Ausnahmefällen in Form von Gutscheinen oder als Dienst- und Sachleistung gewährt werden sollen. Grundsätzlich kann jede Sach- oder Dienstleistung durch ein Persönliches Budget ersetzt werden.

Die Nutzung eines Persönlichen Budgets ist unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung und unabhängig von der Art der Leistung. Auch bei Minderjährigen und Menschen mit einer rechtlichen Betreuung kann ein Persönliches Budget beantragt werden.

Ebenfalls möglich ist eine Kombination von Sachleistungen und Hilfen in Form eines Persönlichen Budgets. Bei einem sogenannten trägerübergreifenden Persönlichen Budget können zudem Leistungen bei verschiedenen Kostenträgern beantragt werden. Eine Rückkehr zur Sach- und Dienstleistung ist immer möglich.

„Auf Antrag der Leistungsberechtigten werden Leistungen zur Teilhabe durch die Leistungsform eines Persönlichen Budgets ausgeführt, um den Leistungsberechtigten in eigener Verantwortung ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“ (…..)

Quelle: Pressemitteilung von Tri-Café und Burscheider Beirat Inklusion vom 23.09.2019

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