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Wanderwege in und um Burscheid

 

Burscheid verfügt über Wanderwege in einer Gesamtlänge von ca. 150 km, die entlang üppiger Kornfelder, ausgedehnter Waldflächen und idyllischer Bachläufe führen, vorbei an interessanten Zeugnissen der Vergangenheit, wie die Ringwallanlage Eifgenburg, das ehemalige Hammerwerk Böckershammer oder die ehemalige Burscheider Talsperre, die als Wasser¬reservoir der Stadt diente. Besondere Sehenswürdig¬keiten sind die unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäuser entlang des „Burscheider Denkmal-Pfades“ sowie die Mühlen entlang des Wiehbachs (z.B. die Lambertsmühle, die restauriert und zu einem Museum „Vom Korn zum Brot“ ausgebaut wurde, die Dürscheider Mühle und die Gerstenmühle) und des Murbachs (z.B. die Grünscheider Mühle und die Thielenmühle).

Gemütliche Restaurants, in denen man die sprichwörtliche „Bergische Gastlichkeit“ erleben kann, laden den Besucher zum Verweilen ein. Darüber hinaus bieten zahlreiche Bauernlä¬den am Stadtrand ihre typisch bergischen Produkte an.


„Burscheider Schluchtenpfad“ – Rundwanderweg durch das Eifgenbachtal

Ca. 10 km, ca. 3 Std. 

Kurzbeschreibung :
Ab Wanderparkplatz Kaltenherberg -Hammerweg (Zeichen A2-A3) Richtung Thomashof, dort links (Zeichen A3) über Weiden und durch Wald in das Eifgenbachtal: Dort links mit der Ausschilderung Aufstieg bis zu dem kleinen Wanderparkplatz bei Bellinghausen (Zeichen A1 + A2). Rechts nach Bellinghausen und weiter bis zur Einmündung der Straße „Eifgenweg“ in die B51 (Wanderzeichen A2). Etwa 150 m rechts auf der B51, nach ca. 150 m neben der Haus Nr. 37 abwärts zur Straße „Ahornweg“. Nach ca. 150 m neben der Haus Nr. 37 abwärts zur Straße „Ahornweg“, diese weiter bis zur Dabringhauser Str. Kurz 10 m rechts gehalten, die Dabringhauser Str. queren und gegenüber durch einen kleinen Verbindungsweg zur Straße „Rosenkranz“. Dieser bis zum Haus, Nr. 2 folgen. Hier scharf rechts und auf einem Waldweg steil abwärts nach Eschhausen, geführt von dem Wegezeichen X 29. Durch Eschhausen ins Eifgental, rechts zur Markusmühle, hinter Markusmühle Wanderzeichen Raute 8 folgen bis zur letzten Überquerung des Eifgenbaches, etwas später auf dem kettengesicherten Weg aufsteigen, durch den Hohlweg bergab. Vom breiten Zufahrtsweg rechts ein Nebental aufwärts (Zeichen A1) erreicht man die Straße „Am Jungholzkamp“ und kurz darauf wieder den Wanderparkplatz am Hammerweg.

Spannendes am Wegesrand

Zwischen Wermelskirchen und Köln folgt die heutige Bundesstraße 51 der Trasse einer bedeutenden uralten, Ost – West verlaufenden Fernverkehrsstraße. Zu Fuß Reisende, Reiter und Fuhrwerke, Edle, Söldner, Kaufleute, Handwerker, Pilger und Ganoven benutzten sie gleichermaßen. Doch ist der Begriff „Straße“ für solche europäischen Fernwege des Mittelalters etwas vermessen. Es waren unbefestigte Naturstraßen, die sich dem Gelände anpassten, größere Steigungen und Hindernisse vermieden. War die eine oder andere Stelle unpassierbar geworden – etwa nach starken Regenfällen –, suchte man sich eine neue Fahrspur. So entstanden vielerorts sehr breite Strecken mit mehreren Spuren, die unter starker Belastung häufig zu Hohlwegen wurden. Wegen ihrer besonderen wirtschaftlichen Bedeutung im dicht besiedelten Bergischen Land wurde die Straße zwischen Remscheid-Lennep und Köln schon recht früh zur Chaussee ausgebaut. Als Wermelskirchener Chaussee wurde sie bereits 1775 fertiggestellt.

Zahlreiche Mühlen wurden einst vom Eifgenbach angetrieben. Die Markusmühle wurde erstmals 1545 erwähnt. Sie war ursprünglich eine Knochenmühle. Mehrfach brannte sie ab, zuletzt im Jahr 1985. Von den ehemaligen Mühlengebäuden steht heute nur noch ein Nebengebäude, das nach einem Brand 1937/38 wieder aufgebaut wurde. An den Fischteichen unmittelbar unterhalb der Mühle kann man fangfrische Forellen genießen.

Mitten in der Eifgenbachaue stehen zwei mächtige, uralte Eiben, die als Naturdenkmal ausgewiesen sind.Burscheider Talsperre

Nicht nur Mühlen sondern auch Hammerwerke nutzten die Wasserkraft des Eifgenbaches. Unmittelbar neben dem Eifgenbach gab es hier einst ein kleines Industriegebiet. Die gemauerten Fundamente von Böckers- und Reckhammer, einem ehemaligen Eisen-, Stahl- und Hammerwerk, sind auch nach rund 150 Jahren der Stilllegung und als Bodendenkmal ausgewiesen. Schlackeresten, Abfallprodukte der Eisenverhüttung, zeugen noch heute davon, dass der Standort vor geraumer Zeit einmal enorm wichtig für Burscheid war. Das zu verarbeitende Eisenerz kam wohl aus dem Siegerland und dem Raum Engelskirchen. Aufzeichnungen der Original-Lagepläne von 1850 sowie einigen historischen Fotos aus dem frühen 20. Jahrhundert lagern im Burscheider Stadtarchiv.

Hätten wir vor über 300 Millionen Jahren gelebt, wäre der Weg zum StranLuftbild Burscheider Talsperred nicht weit gewesen. Denn während der Devon-Zeit war das Bergische Land über 30 Millionen Jahre Küstenregion, und zwar in dem Zeitraum zwischen rund 390 und 360 Millionen Jahren vor unserer heutigen Zeit. Küsten sind dynamische Landschaften, die durch den Gezeitenwechsel geprägt werden. Unmittelbar am Wanderweg Richtung Altenberg ist rechterhand hinter Büschen eine zum Weg geneigte Sandsteinplatte zu sehen, deren Oberfläche ein Relief wie ein altes Waschbrett aufweist. Es handelt sich um Wellenfurchen, so genannte Rippelmarken, die durch Wellenbewegung im flachen Wasser an der Küste entstehen oder durch das bei Ebbe und Flut ab- und auflaufende Wasser erzeugt werden.

Oberhalb des Naturdenkmals lag auf der steil zum Eifgenbachtal abfallenden Bergnase die Eifgenburg aus dem 10. / 11. Jh. Erhalten ist noch die 50 x 140 m große Ringwallanlage. Zusätzlichen Schutz boten die schluchtartig eingeschnittenen Siefen beiderseits der Burganlage. Ein bergseitiger Schutzwall diente der zusätzlichen Sicherheit. Aber bereits im 13. Jh. dürfte die Burg ihre Bedeutung verloren haben.


Nordic-Aktiv-ZentrumIcon - Nordic Walking

Drei Nordic-Walking-Strecken mit unterschiedlicher Länge und Anforderung führen vom Wanderparkplatz Burscheid-Bellinghausen rund um das Eifgenbachtal. Die Strecken sind für Anfänger (Blau), Fortgeschritenen (Rot)und Profis (Schwarz) ausgewiesen. Alle Routen haben allerdings eines gemeinsam, sie führen durch die wunderschöne Landschaft des Eifgnebachtals.

Der Charme dieser Routen besteht nicht nur im sportlichen Reiz und im Erleben der Landschaft, der Wanderer (Walker) hat auch die Möglichkeit, an einem der vier Gasthäuser rasten.

Eine weitere Besonderheit der Routen besteht darin, dass sie mit den Wanderwegen des Sauerländischen Gebirgsvereins vernetzt sind.

Eine Karte mit den Routen finden Sie hier .....