Kanalbaumaßnahme Bürgermeister-Schmidt-Straße

Verzögerungen durch  alte Postkabel im Erdreich

Burscheid, 22.04.2010. Rede und Antwort stand im Hauptausschuss am Dienstag der Leiter der Technischen Werke Burscheid (TWB), Jürgen Malzkuhn, zu den Verzögerungen der Kanalbauarbeiten in der Bürgermeister-Schmidt-Straße und die damit verbundenen unliebsamen Umleitungsregelungen. Aus gegebenem Anlass hatte Bürgermeister Stefan Caplan die TWB in die Sitzung gebeten. Zahlreiche Anfragen aus der Bevölkerung und der Politik waren schon bei der Stadtverwaltung und der TWB eingegangen.

Gleich am zweiten Tag der Erdarbeiten, so der Vorstand der TWB, seien die Bagger auf Kabel gestoßen, die nicht in den Plänen der verlegten Versorgungsleitungen eingezeichnet waren. Bevor mit der Baumaßnahme begonnen wurde, hatten die TWB sämtliche Lagepläne von den zuständigen Stellen (z.B. RWE, EVL, Post etc.) angefordert. Erst am 20. April konnte ein Messfahrzeug der Telekom überprüfen, ob es sich bei den dort gefundenen Kabeln um aktive Versorgungsleitungen handelt. Zum Glück waren Kabel des Energieversorgers EVL nicht betroffen. Nach der Messung konnten alle Kabel gekappt werden. Malzkuhn: „Keiner wusste, dass dort Kabel lagen und auch nicht, ob diese noch in Betrieb sind. Hier ist immer Vorsicht geboten. Wenn jetzt keine Störungsmeldungen eingehen, können die Arbeiten zügig fortgesetzt werden“.

Auch zu den gut gemeinten Ratschlägen aus der Bevölkerung, Einbahnregelungen umzukehren, um zügiger in Richtung Innenstadt zu gelangen, bezog Malzkuhn Stellung und erklärte, dass der Bauablauf eine andere Streckenführung nicht zuließ.

Bei der Einbahnstraße Bismarckstraße in Richtung Friedrich-Goetze-Straße handelt es sich um einen ausgewiesenen Schulweg, der von vielen Schülern zu Fuß und ebenfalls als Radstrecke genutzt werde. Eine vorübergehende Umkehr der Fahrtrichtung sei aus Sicherheitsgründen nicht zu vertreten gewesen. Auch für längere Fahrzeuge wäre diese Umleitung nicht sinnvoll, weil bei einem Einbiegen in die Friedrich-Goetze-Straße zwingend die Gegenfahrbahn mitbenutzt werden müsste. Im Übrigen seien die Sichtverhältnisse bei dieser Fahrtrichtung mangelhaft. Alle diese, nun von betroffenen Bürgern, vorgeschlagenen Möglichkeiten wurden im Vorfeld mit der Straßenverkehrsbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises besprochen und aus nachvollziehbaren Gründen nicht umgesetzt.

Der Hauptausschuss wünschte sich von den Technischen Werken, zukünftig die Öffentlichkeit schneller über Hintergründe aufwändiger Umleitungen und Ursachen für Verzögerungen zu informieren.

presse@burscheid.de

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