ZukunftsInitiative Burscheid:
Bürgerinnen und Bürger schreiben Wunschzettel
– eine Chance für aktives Mitgestalten
Ideen und Vorschläge jetzt ausgewertet
Burscheid, 22.09.2010. Vor über einem Jahr – am 24. Juli 2009 - wurde die weiß-blaue 1.000-Wünsche-Box im Foyer des Burscheider Rathauses aufgestellt – sie gehört zum Programm „Aktiv im Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Was beschäftigt die Menschen in der Stadt? Welche Ideen und Wünsche haben sie? Was möchten sie gerne verändern? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat das Bundesministerium die 1.000-Wünsche-Box und vorgefertigte Postkarten mit dem zu ergänzenden Text: „Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist wichtig in der Kommune. Ich wünsche mir, dass…..“ bereitgestellt.
Nun zieht Bürgermeister Stefan Caplan mit den Initiatoren der ZukunftsInitiative Burscheid nach 147 eingegangen Wunsch-Karten nochmals Bilanz: Beim Rathausbesuch, bei Bürgerstammtischen oder Veranstaltungen konnten (und können) bequem Postkarten eingeworfen/abgegeben werden, die nun die ersten Trends zeigen: Am häufigsten beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger das Thema „Verkehr“ (39 Karten). Fast genauso viele Vorschläge zielen darauf ab, die Stadt schöner und l(i)ebenswerter zu machen (32 Karten zum Thema „Stadtentwicklung“). Die Themen „Kultur/Freizeit“ (24 Karten), „Verwaltung/Rathaus“ (16 Karten), „Soziales“ (13 Karten) und „Sonstiges“ (7 Karten) waren ebenfalls Felder, die viele Bürger motiviert haben, eine Karte einzuwerfen.
„Ein tolles Instrument, denn mit der 1.000-Wünsche-Box unterstützt das Bundesministerium 150 Kommunen dabei, das Leitbild des aktiven Alters stärker zu verankern und in konkretes Handeln umzusetzen“ findet Bürgermeister Stefan Caplan. „Die Menschen wissen selbst am besten, welche Angebote noch fehlen und welche Strukturen sich verbessern lassen. Das wichtigste Ziel der Wünsche-Box aber ist die Chance, aktiv an der Gestaltung des Lebensumfeldes mitwirken zu können“.
Die Wünsche-Box steht auch weiterhin im Rathaus-Foyer und freut sich auf neue Karteneinwürfe und gute Ideen.
Gerne nehmen die Initiatoren der ZukunftsInitiative Burscheid die bis jetzt vorgebrachten Ideen und Vorschläge zum Anlass, sich zu kümmern. Dabei teilten sie die Wünsche nochmals in 3 Gruppen ein:
Zum einen gibt es Wünsche und Ideen, die sich in Burscheid mittelfristig (leider) eher nicht realisieren lassen, wie zum Beispiel die Reaktivierung der Bahnlinie oder ein Zahnarztmobil für Obdachlose. Auch gibt es Wünsche, die zu unkonkret für eine Umsetzung sind, wie z.B. der Wunsch nach Gerechtigkeit für Menschen und Tiere.
Bürgermeister Caplan: „Und da gibt es Wünsche, um die wir uns innerhalb der Verwaltung mit Partnern bereits bemühen und die wir weiterverfolgen wollen.“ Einige Beispiele hierfür sind:
• Die Attraktivierung des Wochenmarktes;
• die Schaffung neuer Parkmöglichkeiten bei Ausbau der Bahntrasse;
• Die Verbesserungen beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), wie z.B. bei der Linie 239/240 von Hilgen nach Opladen;
• Entgegenwirken der Verschmutzung bzw. Zerstörung des Busbahnhofes inkl. Toiletten, des Luchtenberg-Richartz-Parks, der Straßenränder und Bürgersteige.
Besonders freut es den Burscheider Verwaltungschef und die Akteure der ZukunftsInitiative, dass es auch Wünsche gibt, die schon erfüllt werden konnten bzw. deren Umsetzung in Kürze ansteht. Konkret sind das:
• Die Ansiedlung eines Augenarztes in Burscheid: Dr. Stefan Mester hat den Betrieb der Augenarztpraxis in der Montanusstr. 2 (Gebäude Montanus-Apotheke) am 04. Februar 2010 aufgenommen.
• Der Ausbau der alten Bahntrasse zum Alleenradweg.
• Die Erneuerung des Straßenbelages auf der Landstraße 58 (Kämersheide Richtung Sieferhof).
• Die Einrichtung einer ständig besetzten Wache (hier ist die Errichtung einer neuen Polizeiwache im Bereich Hilgen – Neuenhaus im Gespräch).
• Die Aufwertung des Busbahnhofes Hilgen durch Aufstellung eines Wartehäuschens und Einrichtung einer erhöhten Einstiegsebene.
• Der Bau eines Unterstandes an der Bushaltestelle Jahnstraße (Vorbereitungen sind bis auf die Glaseinsätze – diese kommen am 23.09.2010) abgeschlossen.
• Die Aufstellung eines Unterstandes am Eichenplätzchen (soll in den Herbstferien erfolgen).
• Die Schaffung von Kunstrasenplätzen in Burscheid und Hilgen.
• Ein neuer Jugendtreff in Burscheid wird mit dem Neubau eines Jugendzentrums auf dem Gelände des alten Bahnhofes realisiert.
• Die Verbesserung des ÖPNV um die Dürscheid-Schleife (Buslinie 229).
• Die Ansiedlung eines Hals-Nasen-Ohrenarztes (ebenfalls im Gebäude Montanusstr. 2): Herr Markus Meinke stellt sich heute der Öffentlichkeit vor.
presse@burscheid.de
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