24. Januar 2019

Einbürgerung – nicht nur ein bürokratischer Akt

Neue Staatsbürger wurden von Bürgermeister Caplan begrüßt
Die neuen Staatsbürger mit Angehörigen und Bürgermeister Caplan

Die neuen Staatsbürger mit Angehörigen und Bürgermeister Caplan (Quelle: Stadt Burscheid/M.Boden)

Dreiundzwanzig in Burscheid lebende Menschen aus zwölf unterschiedlichen Herkunftsländern  –  Griechenland , Großbritannien, Italien,  Marokko, Serbien, Türkei, Kamerun, Österreich, Polen, Rumänien, Mazedonien und Kosovo – haben die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und  2018 ihren neuen deutschen Pass in Empfang nehmen dürfen.

Dritte Einbürgerungsfeier im Rathaus

Am vergangenen Donnerstagabend (17. Januar) hat Bürgermeister Stefan Caplan einige der neuen Staatsbürger im Rathaus begrüßt. Sie waren zum Teil mit Angehörigen zu der kleinen Feier gekommen, bei der sich ungezwungene Gespräche mit regem Austausch ergaben.

Lockere Gespräche und Brot und Salz als Willkommensgruß

Lettice Bessong (32) kam mit ihrem ebenfalls aus Kamerun stammenden Ehemann. Er war schon vorher in Deutschland. Kennengelernt haben die beiden sich im Flugzeug, erzählen sie: Er reiste nach Kamerun und sie begleitete den Flug als Stewardess.

Tersa Krasznyska (61) wohnt seit ca. 10 Jahren in Burscheid, kam aber schon vor 30 Jahren mit ihrem Sohn aus Polen in die Region. Dieser hatte sich bereits vor sechs Jahren einbürgern lassen.

Christina Michailidou (49) verließ vor über 20 Jahren Armenien, wohnte kurz in Griechenland bevor sich nach Burscheid zog. Hier betrieb sie zunächst eine Gaststätte und arbeite u. a. einige Jahre bei Federal Mogul in der Werksfeuerwehr. Eine eingebürgerte Britin zog der Liebe wegen von der Insel nach Burscheid und brachte zur Feier ihren Ehemann und die kleine Tochter mit. Die studierte Bauingenieurin berichtete von den Schwierigkeiten, Schul- und Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen.

Ioan-Gabriel Etves (35) aus Rumänien gefällt es gut an seinem Wohnort Burscheid - so gut, dass er jeden Morgen einen längeren Weg zur Arbeit in Bergisch-Gladbach in Kauf nimmt.

Bei lockerem Kennenlernen und lebendigen Gesprächen überreichte Bürgermeister Stefan Caplan den neuen Staatsbürgern neben einer Begrüßungsurkunde auch  Informationen über Burscheid sowie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Als besonderes Willkommensgeschenk gab es Brot und Salz, so wie es in Deutschland, z. B. bei einem Einzug, Brauch ist. Das ein Kilo schwere „Burscheid-Brot“ wurde extra für den Anlass von der Bäckerei Kretzer gebacken und mit dem Wappensymbol der Stadt Burscheid – drei Lindenblätter – versehen. Am Ende der Einbürgerungsfeier trugen sich alle ins „Goldene Buch“ der Stadt ein und es wurde ein Erinnerungsfoto gemacht.

Schöne Tradition

„Die Einbürgerungsfeier im Rathaus ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden. Auch im kommenden Jahr wird es sicher wieder eine solche Feier geben“, freut sich Bürgermeister Stefan Caplan über die positive Resonanz.

Seite übersetzen

Unsere Werbepartner vor Ort