15. Februar 2017

Gesunde Mitarbeiter – ein Gewinn für alle

Neues Gesundheitsmanagement bei der Stadtverwaltung.
Äpfel

Bereits seit 2011 widmet die Stadtverwaltung der betrieblichen Gesundheitsförderung eine verstärkte Aufmerksamkeit. Denn mit Blick auf den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und die längere Lebensarbeitszeit („Arbeit bis 67“) ist dies ein wichtiges Thema in der Arbeitswelt. Die Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit am Arbeitsplatz. So liegt es nahe dafür zu sorgen, dass das Arbeitsumfeld so gestaltet wird, dass es für den Erhalt der Gesundheit förderlich ist.

Seit dem 01.01.2016 ist die strategische Steuerung und Integration der gesundheitsrelevanten Maßnahmen und Prozesse auch im Landesbeamtengesetz NRW (§ 76 LBG NRW) geregelt. In diesem Rahmen entwickelt jede Behörde ihr eigenes Konzept.

Bürgermeister Stefan Caplan: „Die Gesunderhaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt mir am Herzen. Deswegen bin ich ein großer Anhänger eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und freue mich, dass wir dieses Angebot im Rathaus etablieren konnten und dies auch von vielen sehr positiv angenommen wird“.

Neues Rahmenkonzept zur Gesundheitsförderung

Frisches Obst und Kochkurs
Einmal im Monat steht auf jeder Etage im Rathaus und in der Stadtbücherei für die Mitarbeiter/innen ein großer Korb mit saisonalen heimischen Obstsorten bereit. Zurzeit sind es fünf bis sechs Apfelsorten oder auch Birnen; im Sommer wird es Beeren und im Herbst auch Pflaumen geben. Geliefert wird von einem ortsansässigen Obstbauern. Für Mitte 2017 steht außerdem „Gesunde Ernährung“ auf dem Programm; dann wird ein Kochkurs angeboten.

„Bewegte Pause“
Ein Bewegungsprogramm im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gibt es in der Burscheider Stadtverwaltung schon seit knapp sechs Jahren. Unter der Bezeichnung „Bewegte Pause“ bieten eigens geschulte Verwaltungsmitarbeiterinnen ihren Kolleginnen und Kollegen täglich Kräftigungs-, Bewegungs- und Entspannungs-übungen an, um z. B. Nackenverspannungen vorzubeugen oder zu lösen. Hierfür wurden aktuell fünf Anleiterinnen durch Physiotherapeutin Verena Lüttringhaus von der Physiotherapiepraxis Fritzsche gezielt nachgeschult.

Mobile Massagen
Einmal wöchentlich wird den Beschäftigten die Möglichkeit der mobilen Massage im Rathaus angeboten. Gerne wird davon Gebrauch gemacht, um Gesundheitsschäden vorzubeugen. Die Hälfte der Behandlungszeit wird als Arbeitszeit angerechnet, die Behandlungskosten hierfür trägt jeder selbst.

Sportangebot in der Mittagspause und Sportabzeichen
In enger Zusammenarbeit mit einer zertifizierte Trainerin der Burscheider Turngemeinde (BTG) bietet die Stadtverwaltung ihren Beschäftigten zukünftig ein Rücken-Fit-Angebot in der Mittagspause an. Das Angebot soll in Kürze starten und wird von der Barmer Ersatzkasse gefördert.

Seit September 2016 trainieren auch Verwaltungsmitarbeiter auf dem Sportplatz Griesberg für das Deutsche Sportabzeichen. Und auch hierfür gibt es einen besonderen Anreiz: Legt ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin erfolgreich das Deutsche Sportabzeichen ab, wird er/sie je nach Kategorie (Gold, Silber, Bronze) mit einer Arbeitszeitgutschrift belohnt. Ein schöner Nebeneffekt: Teamarbeit und Zusammenhalt werden gefördert.

Gesundheitstag
Am 30. November 2016 hatten die Rathausmitarbeiter die Möglichkeit, sich bei einem von der Barmer GEK veranstalteten Gesundheitstag im Sitzungssaal umfassend zu informieren. Angebote wie Fußdruckmessung, die Ermittlung der geometrischen Daten der Wirbelsäule sowie ein Balance-Check wurden gerne wahrgenommen. Ein Stand zu „Barmer Moving“ (vier „moving-Bewegungen“, die die Wirbelsäule stärken und auch am Arbeitsplatz umgesetzt werden können), ein Ernährungsquiz und verschiedene Broschüren informierten und aktivierten die Mitarbeiter zusätzlich. „Das Angebot wurde von den Beschäftigten sehr gut angenommen. Deshalb soll ein Gesundheitstag, so der Plan, etwa alle zwei Jahre angeboten werden“, freut sich Organisatorin Katja Surges von der Stadtverwaltung über die positive Resonanz.

Arbeitsplatzberatungen und betriebliches Wiedereingliederungsmanagement
Regelmäßig fragen Mitarbeiter/innen auch individuelle Arbeitsplatzberatungen nach. Ein eigens geschulter Arbeitssicherheitsbeauftragter nimmt dann eine Begutachtung des jeweiligen Arbeitsplatzes vor und gibt gemeinsam mit dem Arbeitsmedizinischen Dienst entsprechende Empfehlungen, wie z. B. den Einsatz eines ergonomischen Stuhls, einer Fußstütze, einer handgelenkschonenden PC-Maus, verbesserter Lichtquellen u. ä. Besonders gefragt sind solche Hilfsmittel, wenn z. B. nach einer längeren Erkrankung eine Erleichterung oder Unterstützung im Arbeitsalltag gebraucht wird.

Die stufenweise Wiedereingliederung, oft auch "Hamburger Modell" genannt, soll arbeitsunfähigen Beschäftigten ermöglichen, sich schrittweise wieder an die bisherige Arbeitsbelastung zu gewöhnen. Sie wird vom Arzt in Abstimmung mit Patient und Arbeitgeber verordnet und soll nach längerer Krankheit den Wiedereinstieg in den alten Beruf erleichtern. Die stufenweise Wiedereingliederung ist eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation.

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“
(Arthur Schopenhauer, 1788 – 1860, dt. Philosoph, Autor und Hochschullehrer)

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